1. Das Projekt

Die Reserven am Standort Hönnetal reichen nur noch für rund 10 Jahre. Mit der geplanten Erweiterung im Steinbruch Asbeck kann die Rheinkalk GmbH den Standort für voraussichtlich weitere 30 Jahre sichern. Die Steinbrucherweiterung ist damit entscheidend für die Zukunftssicherung des Standortes.

Die Abbaufläche der Rheinkalk GmbH in Hönnetal soll im Areal „Beil“ erweitert werden (Fläche ca. 46 ha). In diesem Bereich befindet sich qualitativ hochwertiger Kalkstein. Der Abraum darüber muss abgetragen werden, damit der Rohstoff abgebaut werden kann. Zur Ablagerung des Abraums ist der benachbarte ehemalige Klärteich K6 vorgesehen (Fläche ca. 40 ha).

Nein, das ist nicht der Fall.

Die geplante Erweiterung wird den Standort Hönnetal für ca. 30 Jahre sichern. In diesem Zeitrahmen bewegt sich auch das Erweiterungsvorhaben.
Details hierzu werden von Gutachtern für den Antrag untersucht und danach im Genehmigungsverfahren bewertet.

Das unverwertbare Material muss auf eine Halde aufgeschüttet werden. Diese Aufhaldung ist auf der Fläche des ehemaligen Klärteiches „K6“ mit 400 m NHN geplant. Das bedeutet, die Anschüttung umfasst letztendlich 70 zusätzliche Höhenmeter und wird damit im Endstand in etwa die Höhe des benachbarten Ebbergs aufweisen.

Es wird nur natürliches Material (Erde und Steine) aus der Abraumbeseitigung und dem Steinbruchbetrieb abgelagert.

Für die Straße „Zum Ebberg/Asbecker Straße“ sind ausreichende Sicherheitsabstände vorgesehen.

Eine komplette Anschüttung innerhalb des laufenden Steinbruchs ist momentan nicht möglich, da die Gewinnung im Steinbruch noch nicht vollständig abgeschlossen ist. 

Die Halde wird im Anschluss der Arbeiten abschnittsweise aufgeforstet und für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar gemacht. Die genaue Planung wird im Genehmigungsverfahren festgelegt. Für die Gestaltung planen wir, auch Bürgerinnen und Bürger in den Prozess einzubeziehen und im Rahmen eines Dialogs gemeinsam gute Lösungen für alle zu finden.

Die Halde wird parallel zum Betrieb schrittweise errichtet und abschnittsweise aufgeforstet.

Die Betriebszeiten für den Betrieb eines Steinbruchs sind rechtlich geregelt. Wir halten diese Zeiten im Betrieb ein.

2. Dialog

Das Dialogformat ist ein Gesprächsangebot und eine Plattform für alle Fragen rund um den Lhoist-Standort Hönnetal. Dabei sorgt die Rheinkalk GmbH auch für Transparenz bei laufenden Erweiterungsprojekten. 

Ja. Der „Dialog vor Ort“ soll regelmäßig und nach aktuellem Bedarf stattfinden.

Herrn Dr. Zacharias Grote, Werkleiter Hönnetal und Herrn Christian Zöller, Leiter Politik- und Bürgerdialog Lhoist - Rheinkalk GmbH stehen für Fragen zur Verfügung.

Zum „Dialog vor Ort“ werden alle interessierten Nachbarn, vornehmlich aus Asbeck/Eisborn, sowie die Presse eingeladen.

Der „Runde Tisch“ ist ein Angebot für einen Arbeitskreis zur gemeinschaftlichen und konsensorientierten Erarbeitung von Themen für und aus Eisborn/Asbeck.

3. Genehmigung

Das Genehmigungsverfahren wird derzeit vorbereitet. So werden beispielsweise Gutachten erstellt, die in die konkretere Planung einfließen.  

Mit der Genehmigung des jetzt geplanten Projektes ist der Standort für rund 30 Jahre gesichert. Konkrete Angaben über diesen Zeitpunkt hinaus wären nicht seriös. Dennoch gilt: Standortsicherung bedeutet auch gemeinsam Verantwortung zu übernehmen für nachfolgende Generationen und für die Wertschöpfung in der Region.

4. Infrastruktur

Nein, neue Straßen sind nicht notwendig, da keine aktuellen Straßen außerhalb des Abbaugebietes in Anspruch genommen werden müssen.

Ja, die aktuellen Zufahrtsstraßen bleiben erhalten.

Derzeit freizeitlich genutzte Wege fallen schrittweise weg, sollen aber ersatzweise an anderer Stelle neu geschaffen werden. Es wird immer nur so viel Fläche in Anspruch genommen, wie zwingend notwendig ist.

Die Art und Weise von Wiederherrichtung und Folgenutzung wird im Genehmigungsverfahren festgelegt, aber von der Rheinkalk GmbH geplant und vorgeschlagen.

5. Nachbarschaft

Die Grundstücke und Häuser in Eisborn befinden sich bereits seit längerem in der Nachbarschaft zum Steinbruch Asbeck. Durch einen Abbauverzicht (Rücknahme der Abgrabungsgrenze um rd. 200 m) wurde der heutige, endgültige Abstand hergestellt und gesichert. Das wird auch zukünftig nicht verändert. Der Wert einer Immobilie ist individuell vom betrachteten Objekt und vom jeweiligen Markt abhängig. Diese Tatsache wird durch die Tätigkeit der Rheinkalk GmbH nicht beeinflusst. Die Erschütterungen aus unseren Sprengungen werden in Eisborn mit Messstationen dauerhaft überwacht. Der Märkische Kreis als Überwachungsbehörde erhält die Messerergebnisse. Unzulässige Erschütterungen, welche Gebäudeschäden verursachen könnten, sind bisher nicht gemessen worden.

Die Emissionen Lärm und Staub sind gutachterlich gemessen worden und Basis von Prognosen für den zukünftigen Betrieb. Der Betrieb ist nur zulässig, wenn die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Wie bisher werden weiterhin regelmäßig Messungen in Abstimmung und Austausch mit den zuständigen Behörden vorgenommen.

Auf Basis der laufenden, langjährigen Messungen wird eine Erschütterungsprognose erstellt. Darin enthaltene Vorgaben werden in der Genehmigung als Auflagen festgesetzt, um unzulässige Erschütterungen durch die geplanten Abbaumaßnahmen im Beil zu verhindern.

Auch für Asbeck gilt: Auf der Basis der laufenden, langjährigen Messungen wird eine Erschütterungsprognose erstellt. Darin enthaltene Vorgaben werden in der Genehmigung als Auflagen festgesetzt, um unzulässige Erschütterungen durch die geplanten Abbaumaßnahmen im Beil zu verhindern.

6. Natur- und Artenschutz

Die Halde wird im Anschluss an die Gewinnungsaktivitäten schrittweise wieder aufgeforstet. Zudem verfügt die Rheinkalk GmbH über ausreichend Flächen für Ausgleichsmaßnahmen, um die unvermeidbaren Eingriffe in Wald und Landschaft zu kompensieren. Als Folgenutzung der Abgrabungen und der Halden sind die Überlassung für Natur- und Artenschutz, als Naherholungsgebiete oder für die Land- und Forstwirtschaft denkbar.

Weder das Gebiet am Beil noch der ehemalige Klärteich K6 stehen unter Naturschutz.

Die Gewinnung von Rohstoffen und Umweltschutz sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Aus Natur- und Umweltschutzsicht ist der Aufschluss eines Steinbruchs oft auch eine Chance für die Natur und neu entstehende Lebensräume, insbesondere im Vergleich zur intensiven Landwirtschaft.